Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde

Sie befinden sich dortSTART > Wissenswertes > Peterskirche

Peterskirche

 

Regensburger Straße 62

90478 Nürnberg

 

Kontakt:

Öffnet einen internen Link im aktuellen FensterPfarramt St. Peter

Innenraum Kirche

Zur Architektur

Die Peterskirche wurde von dem Architekten Josef Schmitz in den Jahren 1897 bis 1901 erbaut. Für den Bau wurden vorwiegend Sandsteinquader verwendet.

Im Inneren fällt der polygonale gewölbte Westchor auf sowie das gewölbte Kirchenschiff mit Querhaus und einer Steinempore, die sich über drei Seiten erstreckt. Auch die Ausstattung des Innenraums ist im Wesentlichen neugotisch.

Der Turm mit dem achteckigen Spitzhelm befindet sich an der Nordwestseite des Schiffes.

Thronender Gottvater mit Engel

Altar und Kanzel

Der Altar ist in der Art eines neugotischen Flügelaltars gehalten. Er ist bemalt mit einer Darstellung der Kreuzigung Christi, die sich über beide Flügel erstreckt.

Oben auf dem Altar thront Gott Vater über Regenbogen, beiderseits flankiert von je einem Engel. Rückseitig ist er signiert mit J. Schmitz unf J. Rothermundt fec..

Das Predellengemälde zeigt das Abendmahl.

Sowohl Kanzel als auch Taufstein aus dem Jahre 1901 sind im neugotischen Dekor gehalten.

Gemälde Kreuzigung, gestiftet von Grundherr

Gemälde

Nenneswert sind eine Darstellung der Auferstehung Christi in Öl in altmeisterlicher Art nach einem niederländischen Vorbild des späten 15. Jahrhunderts, gestiftet von Friedrich von Grundherr. Im Hintergrund ist die Nürnberger Burg sowie das Grundherrenschloß erkennbar.

Weiter findet sich ein auferstandener Christus, ebenfalls in Öl, von Georg Kellner. Beide Gemälde befinden sich auf den Emporen.

Ebenfalls auf den Emporen sind vier Reformatoren in Öl zu sehen: Luther, Melanchthon, Veit Dietrich und Lazarus Spengler. Die Portraits in Neurenaissancerahmen wurden 1901/02 von J.A. Luckermeyer gefertigt und gestiftet.

In den Chorfenstern werden zwölf Darstellungen aus dem Leben Jesu gezeigt. Sie sind signiert von Vornberger, Brummer und Busch.

St. Georg am Denkmal für die Gefallenen

Steinbildwerke

Am auffälligsten sind die farbig gefassten Sandsteinfiguren von Moses und Petrus, entstanden 1901.

An der Südseite des Kirchenschiffes: als Relief eine altmeisterliche Pietagruppe, 1901.

Unterhalb der Brüstung der Nordempore rahmen zwei Engel das Haupt Christi im Stil eines Schweißtuch der Veronika.

Bemerkenswert ist das Denkmal für die gefallenen Gemeindeglieder des 1. Weltkriegs mit St.Georgs-Relief in neugotischer Umrahmung.

 

Totenschild

Totenschilde

Den historischen Charakter der Kirche verstärken die Totenschilde im Kirchenraum. Gefertigt meist 1901 sind sie sämtlich in der Art der Nürnberger Totenschilde des 14. bis 18. Jh., gehalten.

 

Es finden sich folgende Schilde:

Jakob Karl Grundherr, gest. 1720
Martin Luther und Frau (Rundschild)
Philipp Melanchthon
Frau Wilhelmine Dietz, geborene von Alten, gest. 1896
Oberbürgermeister Dr. Georg von Schuh, gest. 1918
Ludwig Freiherr von Podewils, gest. 1899
Freiherr von Metting - Freiherr von Loeffelholz, 1901

Literaturnachweis: Bayerische Kunstdenkmale, Die Stadt Nürnberg, Kurzinventar, Deutscher Kunstverlag